In meinem Seelengarten, da steht ein Solitär,

thront dort, umrahmt von güldnen Gräsern.

Endlose Weite schimmert gläsern,

am Horizont versinkt

das Himmelszelt im Meer.

 

Aus starken Wurzeln, die ihn halten,

reckt gen Himmel er sich frei empor.

Prall quillt Leben aus ihm hervor,

drängt ausbreitend sich zu entfalten.

 

Wo will ich hin, wo komm ich her,

ich weiß es längst nicht mehr –

aufgelöst sind Zeit und Raum.

 

Getragen von den Flügeln des Windes,

mit dem engelsreinen Staunen eines Kindes –

bin ich nicht ich – ich bin der Baum.