Die Sonne schaut langsam hinter den Wolken hervor und bunte Blüten sprießen überall aus der Erde: Zeit, die Wanderschuhe zu schnüren und die warmen Tage in der Natur zu genießen! Hier ein paar wertvolle Tipps dazu.

Meinen Weg finden

Und damit ist an dieser Stelle nicht die Wanderroute gemeint. Den eigenen Weg finden bedeutet auch, zu wissen, welches Wandererlebnis ich haben möchte. Mit Freunden oder der Partnerin/dem Partner zu laufen, kann sehr gesellig sein. Auch am Ende einer langen Tour noch zusammen in einem Lokal das Gefühl des gemeinsamen „Geschafft-Habens“ zu genießen, ist eine schöne Erfahrung. Doch alleine zu laufen hat ebenfalls seine Vorteile. In der Ruhe der Natur kann ich den Alltag hinter mir lassen und ganz bei mir selbst sein. Ich kann mir die Zeit nehmen, um die Landschaft zu erkunden und zu entspannen. Auf diese Weise wird die Wanderung zu einer Aktivität für Körper und Seele.

Die eigene Fitness einschätzen

Anders als Spazieren gehen, ist Wandern als Ausdauersport durchaus anstrengend. Die eigene Kondition vor dem Beginn einer Wanderung richtig einzuschätzen, ist also entscheidend. Wer sich sonst nicht viel bewegt, kommt auf einer Route bergauf schnell ins Schwitzen. Darum gilt es: Sich selbst nicht überschätzen und den für sich angemessenen Wanderweg wählen.

Das perfekte Schuhwerk wählen

Feste Schuhe mit einer griffigen Sohle, die selbst bei Nässe und Glätte Halt geben, sind das A und O der Wanderkunst. Sie wehren Schmutz und Kälte ab und schonen darüber hinaus die Füße. Nicht vergessen: Vorher einlaufen! Wer mit neuen Wanderschuhen eine lange Tour läuft, ärgert sich am Ende über Blasen.

Wettervorhersage beachten

Wandern kann man prinzipiell das ganze Jahr über und bei jedem Wetter. Im Sommer sollte man darauf achten, sich eher im schattigen Wald aufzuhalten, um nicht zu überhitzen. Herrschen dagegen kältere Temperaturen, kann man das Immunsystem mit einer sonnigen Winterwanderung kräftigen. Es ist trotzdem immer gut, sich vorher darüber zu informieren, mit welchem Wetter man rechnen kann und sich mit der passenden Kleidung darauf einzustellen.

Leicht packen

Wenn es darum geht, den Wanderrucksack zu füllen, zählt vor allem eins: Was wir nicht brauchen, ist zusätzlicher Ballast und bleibt besser Zuhause. Wichtig ist jedoch der Proviant. Da wir uns beim Wandern verausgaben, sind ausreichend Wasser und nahrhafte Kost wie Obst, Nüsse und geschmierte Vollkornbrote besonders zu empfehlen.

Mit Kindern: Abwechslung schaffen

Wandern macht auch mit der Familie sehr viel Spaß und kann einen angenehmen Sonntagsausflug bilden. Wenn Jung und Alt zusammenkommen, ist es allerdings wichtig, den Kleinen genügend Abwechslung zu bieten. Das kann beispielsweise mit gruseligen Nachtwanderungen oder lehrreichen Lernpfaden erreicht werden. Auch Barfußparks, in denen die Kinder unmittelbar mit der Natur in Berührung kommen, stellen eine schöne Art dar, das Wandern zum Erlebnis zu machen.

Wissen, wohin die Reise geht (oder auch nicht)

Eine Karte des Reisegebiets oder ein entsprechender Wanderführer können dabei helfen, die Wanderung zu planen. Sie geben Orientierung, Informationen zum Streckenprofil und Auskunft über besondere Orte, die man sich auf dem Weg ansehen kann. Kein festes Ziel im Kopf zu haben und einfach drauflos zulaufen, hat allerdings auch seinen Charme. Wer weiß, wohin einen die Füße tragen…?

Hilfsmittel nutzen

Wer denkt, Wanderstöcke seien nur etwas für ältere Menschen, liegt falsch! Diese hilfreichen Begleiter können die Arme trainieren, die Knie entlasten und die Haltung verbessern. Darüber hinaus geben sie Trittsicherheit und erleichtern uns den Aufstieg zum Ziel. Damit wir, einmal angekommen, den Sonnenuntergang auch in vollen Zügen genießen können, sollte auch eine Taschen- oder Stirnlampe im Gepäck nicht fehlen, die uns den Rückweg erleuchtet.

 

Dieser Artikel stammt aus dem AUSZEIT-Magazin, das noch viele weitere tolle Themen für Euch bereithält.

 

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