Würmer im eigenen Körper zu haben, ist eine Horrorvorstellung. Der Befall mit diesen Parasiten kommt gar nicht so selten vor: Etwa 1,4 Milliarden Menschen sind weltweit befallen.

Insgesamt gibt es 18 verschiedene Arten, die sich uns als ihr Zuhause auswählen. Die größten Würmer können bis zu zehn Meter lang werden, die kleinsten schaffen es nicht einmal auf einen Millimeter. Sie sind ausnahmslos geniale Überlebenskünstler und perfekt an Ihre Umwelt angepasst – in diesem Fall dem menschlichen Darm, der Leber sowie der Lunge. Da sich Würmer meisterhaft in unseren Organismus integrieren können, werden sie vom Immunsystem nicht attackiert.

Wie lässt sich ein Wurmbefall feststellen?

Während der heimtückische Fuchsbandwurm häufig erst nach vielen Jahren bemerkt wird, lassen sich andere Parasitenarten früher feststellen. In der Regel löst ein Wurmbefall häufig ein starkes Jucken, insbesondere in den frühen Morgenstunden, in der Afterregion aus. Dieses kann ein erstes Anzeichen sein, daraufhin sollte man seinen Stuhl kontrollieren. Mit etwas Glück sind Bestandteile der Würmer deutlich erkennbar. Beispielsweise die Eier von Spulwürmern lassen sich nachweisen, wenn man auf den Darmausgang ein Stück Tesafilm klebt. Wer die Besiedlung von Würmern vermutet, sollte baldmöglichst einen Arzt aufsuchen. Er nimmt ggfs. eine mikroskopische Stuhluntersuchung vor, mit der eine Wurminfektion zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Biofilm im Darm in Verbindung mit Wurmbefall

Normalerweise spürt unser Immunsystem schädliche Bakterien, Viren sowie Parasiten schnell auf. Es reagiert sofort auf unterschiedlichste Eindringlinge und wehrt sie direkt ab. Es kann jedoch auch passieren, dass sich genau diese Erreger zusammenschließen. Sie verstecken sich unter einem selbst gebauten Schutzmantel, ein sogenannter Biofilm entsteht. Hier legen Parasiten ihre Eier ab, sie entwickeln sich dort geschützt weiter und wachsen heran. Um diese zu beseitigen, sollte man den Biofilm entfernen lassen. Denn die dort sicher lebenden Schmarotzer können massive Gesundheitsschäden verursachen.

Natürliche Heilmittel gegen Würmer

Bestätigt sich der Verdacht auf einen Wurmbefall, verschreiben Ärzte entsprechende Entwurmungsmedikamente. Zum einen gibt es schulmedizinische Arzneien, zum anderen können daneben auch naturheilkundliche Hausmittel unterstützend zum Einsatz kommen. Da einige davon sehr stark sind, ist bei Kindern jedoch Vorsicht geboten. Unser Nachwuchs ist am häufigsten von Madenwürmern befallen. Diese können unter anderem allgemeines Unwohlsein, Bauchschmerzen, Durchfall sowie einen Gewichtsverlust auslösen. Teilweise finden sich abgestorbene Parasiten in der Bettwäsche oder dem Schlafanzug. Zwei natürliche Mittel, die gegen Madenwürmer helfen können, haben wir im Folgenden beschrieben.

Papayakerne

Das Fruchtfleisch reifer Papaya schmeckt süß, mild und erinnert ein wenig an Melonen. Die meisten Menschen wissen mit den kleinen, dunklen Kernen nichts anzufangen. Sie sind mit ihrem pfefferähnlichen Geschmack allerdings absolut genießbar. Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass sie äußerst erfolgreich im Einsatz gegen Maden- und Spulwürmer im Magen-Darm-Trakt sind. Empfohlen wird, Papayakerne mehrmals täglich zerkaut zu essen. Sie eignen sich sowohl für einen akuten Befall, als auch zur Prävention. Sollte zum Beispiel nur ein Familienmitglied infiziert sein, können sich die anderen mit den Kernen vorbeugend schützen.

Schwarzkümmel

Schwarzkümmelöl gilt als vielseitiges Heilmittel. Es stärkt unser Immunsystem, senkt den Blutdruck und wirkt antiallergisch. Darüber hinaus hilft es bei vielen Hauterkrankungen und beinhaltet wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Weiterhin bekämpft das Öl zuverlässig Würmer. Manche Betroffene mögen den recht strengen Geschmack nicht. Es stehen jedoch auch Kapseln im Angebot. Schwarzkümmelöl ist auch für Kinder und Schwangere unbedenklich. Nimmt man es auf, erfolgt eine Art „Ausdunstung“ über den gesamten Körper – Würmer werden regelrecht verjagt. Sogar bei durch Parasiten ausgelöste, entzündliche Prozesse im Gewebe steht uns Schwarzkümmel hilfreich zur Seite. Bestenfalls nimmt man das Öl auf nüchternen Magen morgens ein. Frühestens eine Stunde später sollte man etwas essen.