Was will ich eigentlich vom Leben, und was will es von mir? Und wohin führt mich das Leben, wenn ich auf mein Herz höre? In der neuen Ausgabe unserer ICH BIN gehen wir nicht zum ersten Mal diesen wichtigen Fragen nach, diesmal vor allem mit dem Blick darauf, wie unser inneres Feuer, unsere Leidenschaften und unsere ganz persönliche Energie den inneren Kompass quasi „befeuern“. Ich lade Sie ein, mit uns gemeinsam auf die Suche nach Antworten zu gehen und die magische Stimmung des Herbstes zu nutzen, den inneren Kompass vielleicht wieder etwas nachzujustieren.
Estimated reading time: 6 Minuten
Hand aufs Herz: Gibt es (noch) Dinge, für die Sie wirklich brennen, Leidenschaften, die Ihr Herz ausfüllen und deren Umsetzung Ihnen Kraft gibt und die Lust am Leben befeuert? Und klar, es sind vor allem die großen Leidenschaften und die großen, mit viel Energie verfolgten großen Träume und Visionen, die uns erfüllen und unserem Leben Sinn geben. Aber der Alltag besteht ja eigentlich aus vielen kleinen Dingen, aus Kompromissen, aus „Notwendigkeiten“ und einer entsprechenden Prioritätenliste. Da hilft es, auch bei den Leidenschaften darauf zu schauen, dass man mit dem sehnsüchtigen Blick auf das ferne Große das naheliegende Kleine nicht übersieht.
Das kleine Feuer im Herzen
Während der Alltag Sie die ganze Woche über massiv fordert, haben Sie sich für das Wochenende etwas ganz Persönliches organisiert, etwas, auf das Sie sich schon riesig freuen. Ein neues Skizzenbuch will eingeweiht werden, oder in der Küche warten Zutaten, aus denen ein ganz besonderer Kuchen entstehen soll. Oder das neue Buch von Stephen King ist eingetroffen und liegt noch eingeschweißt auf dem Schreibtisch. Bei mir sind es – neben Stephen King – vor allem auch Computerspiele, mit denen ich mich aus der Alltagswelt in ganz andere, am besten Stück für Stück selbst aufgebaute Welten zurückziehe. Der Kopf wird frei, das Herz füllt sich. Ich habe mir dann oft schon lange vorher Trailer und Vorabvideos zum Spiel angeschaut und sehe mich das ganze Wochenende darin versinken. Und genau diese Vorfreude gehört zu den Gefühlen, die mich aufbauen, wenn der Alltagsstress gerade wieder alles zu dominieren scheint.
Einfach so Pause machen
Und dann kommt es, das Wochenende, seit Langem mal wieder frei von jeder Verlagsarbeit. Nach dem notwendigen Haushaltkram (für mich immer noch eher Pflicht als Kür) setze ich mich an den Rechner, installiere und öffne das Spiel – und dann merke ich, wie müde ich eigentlich bin. Ich schaffe es nicht mal mehr, meinen Spielcharakter zu erstellen, irgendwie scheinen Vorfreude und Begeisterung verflogen. Es zieht mich unwiderstehlich in Richtung Couch. Ich spüre, wie sich der Körper schon beim Hinlegen entspannt und sich die Augen von ganz alleine schließen. Und dann verschlafe ich den ganzen Sonnabendnachmittag.
Muss ich nun ein schlechtes Gewissen haben? Manchmal habe ich es tatsächlich, aber nur kurz. Denn ich habe gelernt, auch die Ruhemomente als sinnvollen Teil meines Lebens anzunehmen, und nicht als verlorene Zeit. Und wenn ich mich an meine Träume erinnere, kommt ja noch ein kleiner Mehrwert dazu.
Das Auf und Ab des inneren Feuers
Ich fühle mich nach der spontanen Pause besser, habe aber kein Problem damit, anschließend direkt ins Bett zu wechseln, wenn der Körper es will, um am nächsten Tag freiwillig und gut gelaunt mit dem Sonnenaufgang aufzustehen. Und der Sonntag ist ja auch ein guter Tag zum Computerspielen. Dass mir vor lauter Müdigkeit die Lust daran komplett verlorengeht, glaube ich übrigens nicht. Es ist wie mit jeder Leidenschaft, manchmal braucht das innere Feuer selbst eine kleine Pause, aber wenn es eine echte Leidenschaft war, dann reicht ein kleiner Anstoß und die Flamme lodert wieder, wie jedes Mal.
Wie geht jeder von uns eigentlich mit dem Auf und Ab seines inneren Feuers um und mit den Momenten, in denen es scheint, dass die Glut unseres Feuers erkaltet ist? Und welche Brücken lassen sich zu den ganz besonderen Seiten des Herbstes schlagen, zur Fülle der Ernte oder zu den Stürmen des Loslassens?
Die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe nähern sich dem Thema auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Buchautor und Coach Stefan Goedecke geht in seinem ICH-BIN-Coaching sehr ausführlich darauf ein, woraus sich unser inneres Feuer speist, was genau unser Herz erfüllt und warum es ganz okay ist, wenn das Feuer auch mal eher nur eine Glut ist. Andere Artikel schlagen eine Brücke zu den Themen, die gerade der Herbst mit seinen Herausforderungen und Inspirationen mit sich bringt – ob es die Biegsamkeit im Sturm, das Träumen im Regen oder die Chancen des Alleinseins sind.
Der Zauber des Herbstes
Überhaupt, der Herbst verfügt über eine ganz besondere Magie als Zeit des Übergangs und des Loslassens. Nutzen wir ihn, um Herz und Seele mal wieder richtig durchzulüften, um zu spüren, wo ein Loslassen und eine Trennung wieder Platz für Neues machen kann. Und wir können uns um unser inneres Feuer kümmern und vom Herbststurm ein wenig Asche aus dem Feuer blasen lassen, damit das Feuer wieder richtig lodert und uns auch noch in den kalten Wintertagen wärmen kann.
Hier gibt es die ICH BIN
Die ICH BIN, Ausgabe 4/2026, ist ab sofort an den Kiosken erhältlich. Die aktuelle Zeitschrift und ältere Ausgaben erhältst du auch online über unseren Auszeit-Webshop oder www.heftkaufen.de. Wir freuen uns sehr über jeden neuen Abonnenten! Besucht auch unsere AUSZEIT-Webseite und erfahrt aktuelle Inspirationen auf unserem Facebook-Profil.
ICH BIN online lesen
Die ICH BIN ist wie ihr Schwestermagazin AUSZEIT auf vielen Online-Plattformen verfügbar, hier eine Übersicht:
- E-Paper-Einzelheft oder Abo bei Magzter
- Bäume pflanzen im Umwelt-Abo oder E-Paper als Einzelheft/Abo bei United Kiosk
- E-Paper-Flatrate mit vielen weiteren Zeitschriften bei Readly
- Werbefinanziert und (auf Wunsch) kostenlos bei Read-it
- E-Paper als Einzelheft oder im Abo bei iKiosk
- E-Paper lesen auf Amazon Kindle
- E-Paper als Einzelheft bei Austria-Kiosk
- E-Paper auf Pocketmags
- E-Paper auf Pressreader
- E-Paper-Einzelheft oder Abo bei Zinio
- Ausleihen bei Borrowbox

