Wie hast Du es so mit Entscheidungen? Fällt dir das superleicht oder weisst du ewig lange nicht ob ja, nein oder doch vielleicht? Ich konnte mich als Kind kaum entscheiden, ob ich nun einen roten oder einen grünen Pulli in die Schule anziehen wollte. Diese ewigen Entscheidungen: Kaum hast du eine getroffen, steht schon die nächste an. Echt anstrengend!

Früher habe ich daher Entscheidungen gerne anderen überlassen – und damit auch die Verantwortung. Denn auch NICHT entscheiden, ist eine Entscheidung. Wenn du nicht selbst entscheidest, tut es meist das Leben für dich. Und nicht immer unbedingt so, wie du es dir wünschst.

Zum Glück sind Entscheidungen für mich heute nicht mehr so ein Krampf. Irgendwann habe ich erkannt, dass eine Entscheidung einfach eine Wahl ist. Ich wähle etwas in meinem Leben und steuere es damit in eine bestimmte Richtung. Aktiv. Kreativ. Bewusst. Zu weit gegriffen, denkst du? Mitnichten. Denn meine Wahl kreiert mein Leben, tagtäglich. Dies jedoch nicht unbedingt, indem ich vom Kopf her entscheide, was zu tun ist, sondern indem ich Fragen stelle.

Fragen ohne Antworten

Ich stelle jedoch keine Fragen, um gleich darauf mit dem Kopf eine Antwort zu erdenken. Was, Fragen ohne Antworten? Genau 😉 Wir lernen schon als Kinder, wie wichtig Fragen sind und wie sehr uns die richtigen Fragen weiterhelfen. In der Schule kommt dann ein Aspekt dazu, der uns ein Muster aus richtig oder falsch lehrt. Da geht es plötzlich darum, dass wir Fragen gestellt bekommen und ruckzuck die Antwort liefern müssen – die richtige bitte!

Auf die Fragen, die ich mir selbst stelle, gibt es nicht richtige oder falsche Antworten, sondern nur Bewusstsein. Ich mache dir ein Beispiel: Wünschst du dir immer mal wieder etwas? Vielleicht einen besseren Job, mehr Gelassenheit, mehr Geld, eine Beziehung oder ein paar neue Schuhe. Hast du schon einmal ganz bewusst und direkt danach gefragt? Ja, ich meine das ernst. Denn wie lehrt uns bereits die Bibel: Frage, und dir wird gegeben 😉

Nein, ich möchte hier nicht für religiöse Praktiken plädieren, sondern für das Bewusstsein, das sich durch Fragen öffnet. Wenn wir davon ausgehen, dass das Universum grundsätzlich dazu da ist, um uns beizutragen, muss es auch wissen, was wir denn gerne hätten. Und da das Universum eine riesige Maschinerie ist, sollten wir ihm ein bisschen Zeit geben, damit sich die Rädchen in die richtige Richtung drehen.

Meistens haben wir zu wenig Geduld. Da fragen wir ein paar Mal nach mehr Geld und wenn nicht von heute auf morgen der Lottogewinn eintrifft, geben wir frustriert auf und schimpfen, dass es ja sowieso nicht klappt. Was glaubst du, welche Botschaft dann beim Universum ankommt? 😉 Wie wäre es, wenn du fragst, auf welche Art Geld zu dir fliessen kann, die du noch nicht erkannt hast? Oder: Wie viel Spass du mit dem Kreieren von Geld haben könntest?

Das Ende des Tunnels

Durch die Frage öffnest du einen Raum voller Möglichkeiten. Du lädst mehr Bewusstsein dafür ein, was alles möglich ist. Ich sehe das gerne als Ende des Tunnels: Wenn du im Tunnel fährst, hast du einen ziemlich eingeschränkten Blickwinkel. Rund um dich gibt es solide Mauern und wenig Spielraum. Sobald du eine Frage stellst, ist es, als würdest du aus dem Tunnel herausfahren und dein Horizont öffnet sich auf 360 Grad.

Sei kreativ mit deinen Fragen, stelle sie immer wieder, ganz bewusst – und dann lausche. Sei achtsam, welche vielleicht unerwarteten Einladungen du erhältst oder welche neuen Projekte sich eröffnen. Viel Neugier damit!

Nadine Burri

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