Wir haben ja schon viel erlebt und noch mehr gesehen. Doch diese Wellnessoase vor den Toren Berlins sucht ihresgleichen. Wir waren zu Besuch in der Spreewaldtherme samt angeschlossenem Hotel.

Das Konzept ist eigentlich ganz einfach: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Sowohl bei physischen Anwendungen als auch bei kulinarischen Genüssen. Dieses Mantra wird von der Spreewaldtherme auf die Spitze getrieben: Es gibt direkt vom Hotel aus einen aus unserer Erfahrung heraus einmaligen „Bademantelgang“ mitten in die Thermenlandschaft hinein, die durch moderne Einrichtung besticht. Alles blitzt und blinkt und scheint irgendwie neu zu sein, edle Materialien wie Fliesenmosaike vermitteln trotz der Funktionalität einen sehr wertigen Eindruck des gesamten Ambientes. Stets lächeln die Mitarbeiter, Wünsche darf und soll man äußern, die meisten werden erfüllt. Da ein neues Handtuch, dort ein Tee, spezielle Zeiten für die eigenen Wellnessanwendung – auch wenn wir es bei unserem Aufenthalt das ein oder andere Mal durchaus schwierig für die Mitarbeiter gemacht haben – dem Servicegedanken und der Freundlichkeit der Mitarbeiter hat das keinen Abbruch getan – im Gegenteil – wie hatten das Gefühl, dass jeder noch so ausgefallene Wunsch eine Art Herausforderung für das Personal war, die es galt zu meistern. Service und Freundlichkeit ist die eine Seite, die andere natürlich das Umfeld. Und hier punktet das Hotel ebenfalls richtig: Die mit Liebe und Bedacht eingerichtete Therme lädt sowohl Tages- als auch Hotelgäste zum Verweilen und Entspannen ein, dabei empfehlen wir unbedingt das Tagesticket samt Eintritt in die Saunalandschaft, die ausgezeichneten Service und Erholungswert samt großen Ruhefaktor miteinander verbindet.

Und das erwartet Euch in Burg

Besonderes Lob verdient dabei der Relaxbereich der Saunen, der es subjektiv und objektiv an nichts mangeln ließ. In zwei großen Kaminen prasselten gemütlich einladende Feuer, die Möblierung ist auf Entspannung designt worden, sogar Wasserbetten in separaten Erholungskabinen stehen den Ruhesuchenden zur Verfügung. Wer Sauna nicht mag, der findet in den zahlreichen Thermenbecken Ruhe und Erholung von den alltäglichen Strapazen – sei es im „Floating“-Becken, in dem wir wie durch Zauberhand vom Wasser getragen worden sind. Das Geheimnis dahinter ist eine hohe Solekonzentration im Wasser, die einen ähnlichen Effekt hat wie das tote Meer, nur das dieses Becken nicht ganz so weit weg ist. Rücken und Gelenke werden entlastet, die Entspannung setzt nach ca. 3-5 Minuten schwerelosen Schwebens im Becken automatisch ein. Vorher sollten Sie in jedem Fall das Außenbecken besuchen, das mit verschiedensten Massagebereichen aufwartet und auch ohne Masseur für die Lockerung der stressgeplagten Muskulatur sorgt. Besonders reizvoll ist das Außenbecken im Sonnenauf- bzw. Unterggang erleben. Die fast köperwarme Sole dampft geheimnisvoll in der Naturlandschaft der Therme, die so naturbelassen wie möglich geplant wurde. Neben diesen Highlights für uns empfehlen wir noch den Besuch des kleinen Grenadierwerks, das die Lungen wieder freipustet. Für kleinere sportliche Aktivitäten empfiehlt sich das Wasserbecken mit angenehmen 28 Grad Celsius, in dem man gerade morgens ruhig seine Bahnen ziehen kann. Neben zahlreichen kleinen und großen Sprudelbecken lädt ein sehr gut integrierter Kinderbereich auch Familien ein, das Ambiente zu genießen. Ganz ruhig geht es dann im Saunabereich zu – Sieben Saunen , Fußbäder und zwei wunderschön gestaltete Relaxbereiche laden dazu ein, den Tag mit saunieren und gesunden Getränken zu beschließen. Schönes Detail: An der Saunabar gibt es keinen Alkohol, dafür aber lecker zubereitete Spreewaldgurken und frische Säfte einer lokalen Mosterei. Die Barmitarbeiter sorgen dabei gleichzeitig für den Aufguss, was das ein oder andere Mal eine recht schweißtreibende Angelegenheit ist und uns oft schwitzend als Erste die Sauna verlassen ließ – aber wir sind in der Hinsicht auch Anfänger . Wer das Glück hat, im Hotel eingecheckt zu sein, er darf durch den Gang wieder direkt ins Hotelzimmer gehen, ohne den Bademantel auszuziehen. Geduscht ist man ja, flugs umgezogen und ab ins hoteleigene Restaurant, das viel Wert auf regionale Spezialitäten legt.

„Das Leben kann so schön sein!“

Es gibt ein ausgezeichnetes Abendbuffet mit frischen, ausgesuchten Speisen, viel Fisch aber auch leckere vegane Küche haben wir erleben dürfen. Das Restaurant bietet natürlich auch diverse Gerichte a la Carte, wir empfehlen jedoch das Buffet, das in seiner Reichhaltigkeit so nicht a la Carte abgebildet werden kann. Besonders die liebevolle Anrichtung hat uns beeindruckt. Die Weinauswahl ist gut, die Präsentation könnte für unseren Geschmack noch etwas verbessert werden. Gut gestärkt können sich die Hotelgäste ins durchgestylte Hotelzimmer begeben, das ebenfalls mit allem erdenklichen Komfort aufwartet oder den Abend in der Kaminbar des Hotels bei einem gesunden Cocktail beschließen. Dabei stellt das Hotel seinen Gästen eine eigenen Bibliothek mit einer guten Auswahl an bekannten oder weniger bekannten Autoren zur Verfügung. Wir haben uns an einem alten Schinken von Jules Verne festgelesen und dazu eine heiße Schokolade genossen, direkt vor dem Kamin. Wunderbar! Für langes Ausschlafen ist der Erlebniswert der Therme eigentlich zu schade, aber natürlich macht auch das in den bequemen Betten einfach mal Spaß und gehört zu einem echten Wellnesswochenende dazu. Frühstück gibt es bis halb elf, wobei das freundliche Restaurantpersonal gerne auch mal ein Auge zudrückt, wenn es bei leckerem Kaffee und einem ebenso ausgezeichneten Morgenbuffet mal doch etwas länger dauert. Es gibt 83 Zimmer im Hotel mit doppelt soviel Betten – klingt viel, aber die Zimmer sind oft schon weit im Voraus ausgebucht. Jedes Zimmer verfügt über die hauseigene Spreewald-Kosmetikserie, überraschend gut fanden wir die Creme samt Spreewald-Algen, die wir auf diesem Fleckchen Erde so erst gar nicht verortet hätten. Unser Tipp: Unbedingt mal auspobieren.

Ach so: Das hauseigene WLAN ist für Hotelgäste kostenlos und überall gut empfangbar, die Parkplätze ebenfalls kostenlos, separiert von den Tagesgästen und das Fahrzeug steht sicher beacht hinter einer Schranke. Für Hotelgäste ist der Thermenbesuch kostenlos, man spart sich also das Tagesticket samt Saunaaufpreis. Doch selbst wenn das oben drauf käme : Der Bequemlichkeitsfaktor, einfach samt Bademantel ins eigenen Hotelzimmer zu gehen, ist ein Erlebnis und eben auch Geld wert. Denn natürlich hat das Ganze seinen Preis. Doch den haben wir gerne gezahlt, schließlich stand haben wir uns ein Wochenende voller Erholung gekauft. Wer das Hotel als Basispunkt für einen Ausflug in den Spreewald nutzen möchte, findet in fußläufiger Entfernung den Stadthafen von Burg für eine schöne Kahnfahrt auf der Spree oder kann einfach nur den weitläufigen Kanälen zu Fuß folgen um in Ruhe und Abgeschiedenheit zu sich zu finden. Dazu muss man sich natürlich gegen einen Thermenbesuch entscheiden. Insofern: Stehen Sie nicht zu spät auf, dafür gibt es zu viel zu erleben.

Wir können Hotel und Therme wärmstens empfehlen, der Erholungswert ist bei nahe 100%, auch ein Kurztrip lohnt durch das Konzept der kurzen Wege. Unser Tipp: Reservieren Sie frühzeitig. Auch die Spa-Anwendungen, wenn Sie solche zu buchen wollen. Wir haben die u.a. die Leinewebermassage ausprobiert, die erstaunlich belebend wirkte. Die freundlichen Mitarbeiter machen vieles möglich, aber wenn alles ausgebucht ist, bleibt es dann auch mal bei einem freundlichen „beim nächsten Mal gerne wieder“. Das nehmen wir gerne wörtlich und sind bestimmt wieder einmal zu Gast im Thermenhotel. Mehr Spreewald und mehr Hoteleinblicke gibt es hier: http://www.spreewald-thermenhotel.de/.

Eine Auszeit im Spreewald
Das hat uns Spaß gemacht und Lust auf mehr. Wir empfeheln einen Besuch im Thermenhotel Spreewald!
Wohlfühlen95%
Essen und Trinken91%
Saunieren97%
Personal91%
Spa92%
Plus
  • freundliches Personal
  • Erholung pur
  • kulinarischer Genuß
93%So geht Ausspannen!

Über den Autor

Profilbild von Stefan

Ich heiße Stefan, bin 40 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Ich habe einen erfolgreichen Verlag, der sich mit Technik beschäftigt (www.av.de) und ich liebe mein Hamsterrad. Gleichwohl bin ich überzeugt, dass es ab und zu mal gut ist, auf die Bremse zu treten. Manchmal auch ganz kräftig. Denn wenn ich das nicht selber mache, übernimmt das mein Körper für mich. Meist mit Erkältung oder Rückenschmerzen. Und das will ich nicht mehr. Meine regelmäßigen Auszeiten finde ich im Kampfsport, hier bin ich ganz bei mir und kann mit meinen Gedankenkreise brechen. Dabei hilft mir die körperliche Erschöpfung.

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.