Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig entspannt, Ihren Körper einfach sacken und Ihren Geist frei schweben lassen? Ein heißes Bad tut Körper und Seele gut – gönnen Sie sich das mal wieder.

Erinnern Sie sich an einen Moment, in dem Sie sich von der Welt da draußen abkapseln und Ruhe finden konnten? Einen Moment, in dem Sie nur für sich waren? Holen Sie dieses Gefühl zurück, indem Sie sich eine Wanne mit heißem Badewasser einlassen, Kerzen anzünden und für Besucher nicht verfügbar sind. Denn ein heißes Bad wird nicht ohne Grund als das ultimative Werkzeug der Entspannung gepriesen: In der Medizin werden Bäder verordnet, Schwangeren wird ein warmes Vollbad gegen Rückenschmerzen empfohlen und kleine Kinder sollen nach dem Planschen im warmen Nass besser schlafen können.

Zudem ist die heiße Badewanne ein Rückzugsort von der Welt, eine Möglichkeit, den Kopf frei zu bekommen und eine Quelle, um neue Energie zu tanken. Ein heißes Bad verändert Prozesse im Körper. Die Muskulatur wird erwärmt, die Blutgefäße weiten sich und die Anspannung fließt förmlich ab. Das Schwebegefühl im Wasser trägt zum Wohlbefinden bei, sodass der Geist zur Ruhe kommen kann.

Entspannt zurücklehnen

Nach einem langen Arbeitstag kommen Sie nach Hause und fühlen sich ausgelaugt. Sie würden am liebsten sofort ins Bett gehen, wo Sie aber auch nicht abschalten können. Zu viel geht Ihnen im Kopf herum. Oder Sie spüren, wie sich langsam eine Erkältung anbahnt – gerade in der dunklen Jahreszeit lauern Viren überall. Ein entspannendes Bad ist jetzt ein Segen!

Während stimmungsvolle Musik und Beleuchtung Sie umgibt, schweben Sie sanft im Wasser. Vielleicht haben Sie sogar ein bisschen Badeschaum hinzugefügt, den Sie sich von der Hand pusten. Versuchen Sie mal, mit dem Schaum eine Burg zu bauen oder Ihren Körper ganz damit zu bedecken. Sie können sich auch einfach nur zurücklehnen, das schwerelose Gefühl und die Wärme genießen. Spüren Sie die Stille, die Sie umgibt? Schalten Sie einfach für eine Weile ab. Gönnen Sie sich diese kleine Auszeit.

Lästige Störungen vermeiden

Wer so richtig schön entspannt im warmen Wasser schwebt und sanften Klängen lauscht, kann in dem Moment eine Sache ganz und gar nicht gebrauchen: den Nachbarn, der an der Tür klingelt, die Freundin, die über WhatsApp die nächste Party planen muss oder das Kleinkind, das spielen will. Diesen Unterbrechungen können Sie bereits vorab wundervoll begegnen, indem Sie Ihre Badesitzung so weit es geht vorbereiten. Finden Sie für Ihre Kinder eine geeignete Betreuungsperson – vielleicht haben Ihre Eltern oder Schwiegereltern Zeit und Lust, ein Stündchen auf den Enkel aufzupassen?

Ihr Handy nehmen Sie am besten gar nicht erst mit ins Badezimmer. Wenn es sein muss, zum Beispiel um Musik zu hören, stellen Sie die Ruftöne und auch die Benachrichtigungen von WhatsApp aus. Das hilft ungemein beim Entschleunigen und Wohlfühlen. Den klingelnden Nachbarn ignorieren Sie gekonnt oder stellen die Klingel vorher ebenfalls aus. Diese Stunde Badezeit gehört nur Ihnen allein

Die richtige Atmosphäre

Das passende Ambiente ist ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt eines guttuenden Bades. Es ist wie so oft im Alltag: Wenn die Stimmung stimmt, erholt sich der Körper fast von allein. Bereiten Sie sich also auf Ihr Bad so vor, als hätten Sie ein Date mit sich selbst. Sorgen Sie für eine angenehme Temperatur im Badezimmer. Für das passende Licht eignen sich viele Kerzen, da sie eine sanfte und warme Stimmung erzeugen. Wenn Sie gerne Musik hören, können Sie jetzt Ihre Lieblingsmusik starten oder Sie wählen ruhige Klänge wie bei einer Meditation – mancher Bader entspannt besonders gut, während er Naturgeräusche wie Meeresrauschen abspielt.

Vergessen Sie auch nicht, sich etwas zum Trinken neben die Badewanne zu stellen. Aufgrund der hohen Temperatur des Badewassers kommt schnell der Durst. Um ein anregendes Badeerlebnis zu genießen, gönnen Sie sich doch ein Glas von Ihrem Lieblingswein. Dazu noch ein schönes Buch und die gemütliche Entspannungszone ist perfekt hergerichtet.

Wasser und Schaum: Zwei, die zusammengehören?

Für ein richtiges Wohlgefühl gönnen sich viele ein ordentliches Schaumbad. Viel Schaum, der die Wasseroberfläche bedeckt und sich sanft auf die Haut legt, wirkt luxuriös. Auch als Kind hat man die lustigen Schaumbäder geliebt. Damals ging es zwar eher darum, aus dem Schaum Figuren zu modellieren. Doch auch heute gehört Schaum zum Baden dazu.

Allerdings können Schaumbäder auch pflegende Zusatzstoffe enthalten. Da sie grundsätzlich auf Seifenbasis hergestellt sind, entziehen sie der Haut die körpereigenen Fette, indem sie die Lipidschicht angreifen. Daher sollten Sie darauf achten, Schaumbäder in Maßen zu genießen und stattdessen zu Badezusätzen mit Öl zu greifen.

Ein pflegendes Bad für die Haut

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen sich hartnäckig das Gerücht hielt, Baden sei schlecht für die Haut. Wenn Sie es richtig machen, ist Baden sogar wohltuend für Ihren Körper. Durch die gleichmäßige Einwirkung des warmen Wassers können sich die Poren sanft öffnen, den Schmutz rauslassen und pflegende Stoffe besonders gut aufnehmen. Bei der richtigen Temperatur trocknet Ihre Haut nicht mehr aus als während einer Dusche – ganz im Gegenteil, pflegen Sie sie sogar besser mit den passenden Wirkstoffen wie beispielsweise Ölen.

Die richtige Pflege nach dem Bad

Nach einem ausgiebigen Bad wird die Entspannung fortgesetzt. Am schönsten ist es, sich in einen kuscheligen Bademantel zu hüllen und unter einer weichen Decke im Bett zu verschwinden. Um die Haut im Anschluss noch gebührend zu pflegen, sollte das Eincremen ebenfalls zum Baderitual dazugehören. Die entwichene Feuchtigkeit muss der Haut wieder zugeführt werden. Am besten eignen sich rückfettende Pflegeprodukte, die den Säureschutzmantel wieder stabilisieren.

Badekugeln selber machen

Badekugeln oder Badebomben lassen sich mit einfachen Haushaltsmitteln schnell selber machen. Sie erzeugen durch ihre Inhaltsstoffe ein sprudelndes Badevergnügen. Mit folgendem Rezept gelingen Ihnen die schönen Badebälle.

Zutaten:
200 g Natron | 100 g Zitronensäure | 30 g Kakaobutter (oder auch Mandelöl) | 50 g Speisestärke | 5–7 Tropfen ätherisches Öl | 1 TL Wasser
Lebensmittelfarbe | Deko wie getrocknete Blüten und Kräuter

Zubereitung:
1. Zunächst vermengen Sie Natron, Stärke und die Zitronensäure, dann die Kakaobutter und nach Belieben ein ätherisches Öl sowie das Wasser hinzugeben. 2. Verkneten Sie die Masse zu einem Teig und fügen die Lebensmittelfarbe (kein Muss) hinzu. 3. Nun die Badekugeln per Hand formen. 4. Zum Schluss fügen Sie noch Blüten oder Kräutern als Deko hinzu. 5. Die Badebomben für einige Stunden zum Aushärten in den Kühlschrank legen. 6. Gelagert werden die fröhlichen Kugeln am besten luftdicht und trocken.

Dieser Artikel stammt aus der ICH BIN, das noch viele weitere tolle Themen für Euch bereithält.

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