Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlaf und das ist auch gut so. Denn der Schlaf ist ein wichtiger Teil des Tagesrhythmus. Hier kann sich der Körper regenerieren, Erlebtes kann verarbeitet werden. Nicht zuletzt ist der regelmäßige und ausreichende Schlaf auch die wichtigste Basis für die psychische und physische Gesundheit.

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Denn auch das Immunsystem wird in dieser Phase gestärkt. Schlafentzug auf der anderen Seite kann so gesehen weitreichende negative Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden haben. Dieser Umstand trifft vor allem Menschen, die unter Schlafstörungen leiden oder Rückenschmerzen haben und daher nicht ausreichend Ruhezeiten bekommen. In manchen Fällen aber merken Betroffene nicht einmal direkt, dass sie unter Schlafstörungen leiden, sondern nehmen lediglich Tagesmüdigkeit und Abgeschlagenheit, aber auch Vergesslichkeit im Alltag wahr. Hier gilt es, den Ursachen auf den Grund zu gehen. 

Welche Ursachen für Schlafstörungen gibt es? 

Schlafstörungen oder Insomnie können sich unterschiedlich äußern und noch unterschiedlichere Ursachen haben. So kommt es vor, dass Menschen vor allem Schwierigkeiten, überhaupt einzuschlafen. Die Ursachen hierfür kann mitunter psychischer Stress sein, sodass auch die Gedanken die Betroffenen abends nicht zur Ruhe kommen lassen. Auch ist es möglich, dass das Einschlafen zwar wenig Probleme bereitet, dafür der Schlaf aber mehrmals in der Nacht unterbrochen wird.

Mitunter gelingt es so auch gar nicht, in die so wichtigen Tiefschlafphasen zu gelangen, wo sich der Körper tatsächlich erholen kann. Darüber hinaus leiden einige Menschen auch unter Albträumen oder einem sehr unruhigen Schlaf, der zwar nicht unterbrochen wird, bei dem sie die Liegeposition aber sehr oft verändern. Eine besonders gefährliche Variante von Schlafstörungen liegt vor, wenn diese in Zusammenhang mit Atembeschwerden steht. Schnarchen kann hier ein deutliches Anzeichen dafür sein. Hier wird der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt und im schlimmsten Fall kommt es in der Nacht sogar zu Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe

Wie wird eine Schlafkrankheit diagnostiziert? 

Besonders schwierig, die Ursachen für Schlafstörungen abzustellen ist es, wenn nicht genau bekannt ist, in welcher Form Schlafstörungen überhaupt vorliegen. Oft bemerken Betroffene schließlich nur die Folgen, wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Wichtig ist es daher, genau herauszufinden, welche Art von Schlafstörung vorliegt und welche Ursachen dazu führen. Der erste Weg, um dies herauszufinden, sollte daher zum Hausarzt führen. Dieser kann eine erste Diagnose stellen und das Beschwerdebild deuten. Sollte eine ausführlichere Analyse benötigt werden, kann diese in einem Schlaflabor stattfinden. Dort wird der Schlaf unter Realbedingungen genau beobachtet, während die Körperaktivität gemessen und festgehalten wird. 

Wie gefährlich ist Schlafapnoe? 

Insbesondere im Schlaflabor kann auch festgestellt werden, ob tatsächlich Atemstörungen oder Schlafapnoe in der Nacht vorliegen. Diese Erkrankung gilt als besonders gefährlich, da die Zufuhr von Sauerstoff ins Gehirn und den Organismus dabei unterbrochen wird. Der Körper kann sich somit nicht ausreichend erholen, vor allem führt die Unterversorgung aber auch zu einem erheblichen Gesundheitsrisiko. Liegt eine solche Symptomatik vor, ist es wichtig, unbedingt Maßnahmen dagegen zu ergreifen. 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Schlafapnoe? 

Auch bei der Schlafapnoe wie auch bei anderen Schlafstörungen gibt es zum Glück Behandlungsmöglichkeiten. Die jeweiligen Therapien richten sich dabei allerdings danach, welche Form von Apnoe tatsächlich vorliegt. Denn diese kann etwa durch Übergewicht bedingt sein, sodass das Gewebe in den Atemwegen nicht ausreichend Luft einströmen lässt. Gerade im Alter kann es allerdings auch zu einem Erschlaffen der Atemmuskulatur kommen. Auch angeborene Fehlbildungen können als Ursachen gelten. Als Behandlungstherapien kommen häufig invasive und nicht-invasive Beatmungen zum Einsatz. Mittels einer Schlafmaske, die während der Nacht getragen wird, wird sichergestellt, dass ein leichter Luftdruck erzeugt wird. So werden die Atemwege auch während der Nacht immer frei gehalten, sodass der Körper immer mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden kann.