Viele Menschen verbinden das Fasten sofort mit Religion und auf viele Methoden trifft das auch zu. Anders ist es jedoch mit dem Heilfasten. Im Gegensatz zum totalen Fasten, bei der keine Nahrungszufuhr erfolgt, nimmt man bei dieser Art stattdessen sehr geringe Mengen zu sich. Auf feste Nahrung wird verzichtet, der Fastende erhält jeden Tag 250 bis 500 Kilokalorien durch Flüssigkeit.

Warum sollte ich Heilfasten und was passiert dabei?

Im Gegensatz zu anderen Diäten ist das Heilfasten nicht in erster Linie zum Abnehmen gedacht. Stattdessen soll es die Selbstheilung des Körpers aktivieren und dient der Entschlackung und Entgiftung, da sich der Körper nach einiger Zeit aus seinen eigenen Reserven ernährt. Bestenfalls erfolgt das Fasten in einer Gruppe unter der Anleitung von Therapeuten und Ärzten, die die passenden Qualifikationen haben. Da das Heilfasten den Körper auch auf seelischer Ebene reinigen soll, empfiehlt sich ein Urlaub, in dem Sie sich eine Auszeit von Beruf und Alltag nehmen können. Richtig durchgeführt, kann diese Fastenmethode sowohl Krankheiten vorbeugen als auch gegen bestimmte Krankheiten helfen. Empfohlen wird sie beispielsweise für Schmerzpatienten, Herzprobleme, Migräne oder das metabolische Syndrom.

Wie läuft das Heilfasten ab?

Wichtig beim Heilfasten ist die episodenweise Umstellung des Stoffwechsels auf die neue Ernährung. Deshalb legt man zunächst ein bis drei Vorbereitungstage ein, an denen die Energiezufuhr des Körpers langsam gesenkt wird. An diesen Tagen sollten Sie auch kein Koffein, Alkohol oder Zigaretten mehr zu sich nehmen. Anschließend können etwa zwei bis drei Wochen gefastet werden, allerdings sollten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse achten. Jeder Organismus reagiert anders und Sie sollten darauf hören, was Ihr Körper Ihnen sagt. Am ersten Fastentag wird eine Bittersalzlösung getrunken, um den Darm zu reinigen. Anschließend ernähren Sie sich lediglich von Gemüsebrühe, Obstsäften, Kräutertee und Wasser. Das Heilfasten wird mit dem sogenannten Fastenbrechen beendet, bei dem Sie Ihre Ernährung langsam mit leicht verdaulichen Speisen wie Äpfeln oder Suppe wieder aufbauen.

Wie kann ich meinen Körper beim Fasten unterstützen?

Eine große Rolle für das Heilfasten spielt auch die seelische Ebene. Gönnen Sie sich deshalb möglichst viel Ruhe, gehen Sie nicht zur Arbeit und konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst. Vielen Menschen helfen dabei Meditation, die Zuwendung zur Kunst und viel Zeit in der Natur, denn das aktiviert die Heilungskräfte und die frische Luft macht wach. Leichter Sport wie zum Beispiel Yoga oder Qi Gong während des Fastens verhindert den Muskelabbau. Reduzieren Sie außerdem Ihren Medienkonsum und vor allem das grelle Handylicht. Bei der Entspannung können auch Massagen oder ein entgiftender Saunabesuch helfen.

Fazit

Das Heilfasten ist eine gute Methode, um gleichzeitig Körper, Seele und Geist zu reinigen. Diese drei Ebenen bilden eine feste Einheit. Weiterhin regeneriert und saniert es Ihren Körper. Halten Sie sich vor allem bei Krankheiten oder der Einnahme von Medikamenten gut an Empfehlungen Ihres Arztes und ruhen Sie emotional wie körperlich. Bei Herzrhythmusstörungen, Magenproblemen oder Störungen in Ihrem Elektrolythaushalt sollten Sie das Fasten abbrechen. Folgen Sie jedoch den Anweisungen und gönnen Sie Ihrem Körper und der Seele die wohlverdiente Auszeit,  kann das Fasten zu großen Erfolgen führen.