Unsere einzigartige Blaupause für die Liebe wird früh seit der Kindheit geprägt. Es ist unser individuelles Schema oder Modell im Kopf. Als Erwachsene suchen wir Partner, um die vertrauten Rollen zu spielen, die wir brauchen, um wieder fühlen zu können. Frühe Anthropologietheorien besagten, dass wir alle bereits bei der Geburt über einen bestimmten Bindungsstil verfügen. Dieser kann aufblühen oder eingehen, je nachdem, wie unsere Umwelt damit umgeht. Und die einflussreichste Umgebung ist unsere primäre Bezugsperson bzw. die Eltern.

Einige Babys brauchen einfach mehr Pflege, Aufmerksamkeit und Kontakt als andere. In der Tat leiden einige Kinder sehr lange unter Trennungsangst, und klammern sich an Mamas oder Papas Hosenbein, wenn andere Gleichaltrige schon längst mit Neugier Frösche jagen. Wie Eltern auf ihre bedürftigen Babies reagieren ist von entscheidender Bedeutung. Geduld und Güte können auch die ängstlichsten Persönlichkeiten mit genug Liebe und Zuneigung versorgen, dass diese sich später sanfte Liebespartner suchen. Eine zu frühe Unabhängigkeit oder ein übertriebenes Trösten nach einem bedeutungslosen Ausrutscher auf dem Spielplatz sendet ein falsches Signal und kann zur Grundlage für quälende Sehnsucht werden. Für diese Menschen wird Liebe zu einer Reise der Erholung zwischen vertrauten Verlusten.

Aber was ist mit den anderen Babys, bei denen scheinbar alles glatt läuft? Die glücklich und unbeschwert vom Mutterleib ins Babybett segeln? Aber was ist, wenn Mama und Papa ihre eigenen unerfüllten Bedürfnisse haben? Dann wird das Baby lernen, dass Liebe einen erdrücken und verschlingen kann und um jeden Preis vermieden werden muss. Das sind die Frauen, die eine Bindung eingehen und dann überstürzt verschwinden, und die Männer, die sich hinter kryptischen Textnachrichten verstecken. Die Liebe verlangt für sie, dass man gegen eine Liebesinvasion ankämpfen und verteidigen oder ganz verschwinden muss, wenn die Liebe zu nahe kommt.

Schließlich, was ist mit dem Baby eines biologischen Dämons, der einem geschädigten Elternteil gegenüber steht, vielleicht einem mit wilden Emotionen (chemisch induziert oder nicht), und ein Kind wie einen Boxsack oder ein Haustier behandelt, oder es ignoriert? Was ist mit dem Kind in so einer Familie? Was ist mit dieser Version der Liebe? Leider ist dies auch eine Blaupause für Bindungsarten. Die schlechte Nachricht: Wir suchen unsere vertrauten Konflikte aus der Kindheit in erwachsenen Liebespartnern. Manche tun dies in der Hoffnung darauf, einen Fehler von damals wieder gut zu machen, andere spielen ein schmerzhaftes Spiel des Wiederholungszwangs. Die gute Nachricht: Bindungsängste können geheilt werden.

Es ist alles eine Frage der Selbstermächtigung

Als bewusste, denkende Erwachsene können wir die emotionale Arbeit der Veränderung unserer Liebes- und Verlustmuster selbst verrichten. Wir können bewusst und wohlüberlegt entscheiden, eine andere Art von Liebespartner zu suchen. Einen Menschen, der uns nicht wieder auf die allzu bekannte Achterbahn der Gefühle schicken wird. Wir können einen verständnisvollen Therapeuten finden, der mit uns durch die unbekannten Territorien von Sicherheit, Sanftmut und Sorge geht. Aber wenn Sie in den Tiefen der Verzweiflung feststecken, wenn die Zukunft düster aussieht, ist es wichtig, dies als Geschenk anzuerkennen.

Es ist ein Erwachen. Gebrochene Herzen sind eine besondere Gelegenheit, Ihre komplizierte innere Welt zu erkunden, Frieden mit alten Pfaden zu schließen, und einen neuen Reiseplan zu schmieden. Denn die wichtigste Beziehung, die Sie jemals haben werden, ist die zu sich selbst.

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