Wer kennt sich nicht – Glücksbringer, Talismane und allerlei Sorten von Wunschhelfer? Menschen haben vermutlich seit Anbeginn der Zeit kleine Figürchen, seltene Naturobjekte oder Heiligenbilder bei sich getragen, denen sie besondere Bedeutung gaben und dem Glück auf die Sprünge helfen wollten.

Wir Menschen haben gerne etwas im Außen, an das wir glauben können und auf das wir optisch unsere Energie lenken können. Unsere Glücksbringer suchen wir uns dabei nicht zufällig aus, sondern hinter ihnen steckt oftmals auch eine unbewusste, tiefere Bedeutung. Streng betrachtet erfüllen wir uns unsere Wünsche ja selbst, indem wir lernen, Gutes und Schönes für uns selbst wieder zuzulassen.

Alles, was wir tun müssen ist, uns von hinderlichen Denkblockaden zu befreien, was oftmals aber gar nicht so einfach ist. Wir sind daran gewöhnt, uns solange mit einem Gegenüber zu befassen, bis wir uns selbst als Mensch voll erkannt haben und solange helfen uns Glücksbringer und Steine, Amulette und Verehrungsschreine dabei, unsere kreative Energie zu bündeln.

Bekannte Glückssymbole

Zu den Klassikern unter den Glücksbringern gehören das Kleeblatt, Hufeisen, der Glücks-Pfennig und der Marienkäfer. Das Kleeblatt ist dabei eine seltene Laune der Natur. Tatsächlich wird von Naturmystikern angenommen, dass an Orten mit dem Vorkommen der vierblättrigen Variante besondere Naturkräfte walten. Über das Pflücken des Klees nimmt der Träger damit eine Verbindung zu dem Ort und diesen wohlwollenden Erdkräften auf. Wird das Kleeblatt dann erneut betrachtet, so die Vorstellung, findet eine geistige Rückverbindung statt.

Das Hufeisen ist seit Jahrhunderten ein Glückssymbol überall dort auf der Welt, wo Pferde gehalten werden. Die stolzen Tiere verkörperten seit jeher Macht und Reichtum. Wer ein Teil dieses besonderen Wesens im Staub oder Gras fand, verband damit etwas Positives. Tatsächlich vereinen sich in einem getragenen Hufeisen einerseits die Kräfte des Metalls und andererseits mit denen des Pferdes und den vielen glücklich zurückgelegten Wegstrecken. Das Pferd ermöglichte dem Menschen nicht nur die Fortbewegung sondern nahm auch schwere Lasten ab. Die Christianisierung wollte im seitlich aufgehängten Hufeisen später ein „C“ für Christus sehen. Die Tradition des Hufeisens als Glücksbringer geht jedoch viel weiter zurück.

Der Glücks-Pfennig, der sich langsam im alltäglichen Sprachgebrauch zum Glücks-Cent wandelt, hat eine ebenso lange Tradition. Münzen versprachen Reichtum: Wer Annodazumal Geld besaß und wenn es die kleinste Münze war, konnte sich glücklich schätzen. Oftmals warfen reiche Kaufleute oder Adelige kleine Münzen als Gaben ins Volk. Eine andere Geschichte vermutet den Rückgang der Glücks-Pfennig-Tradition auf sogenannte Taufmünzen. Das waren Amulette, in die das Datum der Geburt und der Taufe eingeprägt waren und die dem Träger ein Leben lang als Schutzsymbol dienen sollten.

Inspirierende Effekte

Spätestens seit der Revolution der Quantenphysik ist klar, dass wir alle mehr klingende und schwingende Informationseinheiten denn feste, starre Materie sind. Im Grunde leben wir also in einem riesigen Geflecht aus miteinander resonierenden Energiefeldern. Nicht nur Menschen haben eine Aura und eine „Akte“ in der Akasha-Chronik, sondern auch Gegenstände, Glaubenssysteme, Götter und Glückssymbole. Man könnte also sagen, all diese Dinge besitzen so etwas wie eine eigene Seele, ein Energiefeld, das von teilnehmender Menschen erschaffen, genährt und erhalten wird.

Verbinden sich nun Glückssucher, Betende und Bittsteller mit diesen teils sehr alten und mächtigen Strukturen in tiefer Andacht und Hingabe, geben sie diesem Feld ihre Energie. Als Antwort erhalten sie einen positiv inspirierenden Effekt zurück. Sie ziehen sozusagen einen Moment ein Backup des Wohlgefühls aus diesen Glücks-Strukturen. Diese kreative Kraft kann dabei helfen, lang Ersehntes zu manifestieren.

Die richtige Wahl

Jeder Mensch hat seine ganz eigene Färbung. Dinge, die ihm liegen, und solche, die er ablehnt, weil sie einfach nicht zu ihm passen. Das ist auch gut so, Schöpfung ist Vielfalt und Reichtum. Dazu kommt, dass sich solche Präferenzen im Laufe eines Lebens und Entwicklungsprozesses durchaus ändern können. Schlussendlich müssen Menschen stets den Schlüssel finden, der zum Augenblick und ihrem eigenen Wesen passt. Erstaunlicherweise haben viele Menschen ein treffsicheres Gespür für solche Dinge, begeben sich instinktiv an die richtigen Orte oder wählen eben einen Glücksbringer, der Türen öffnen kann.

Einige Menschen fühlen sich vielleicht besonders zum Buddhismus hingezogen oder sind auf intensive Weise mit der Natur verbunden. Es ist logisch, dass in dem einen Fall ein Symbol wie das buddhistische Sonnenrad oder im anderen Fall eben auch der Anblick gewisser Pflanzen oder Bäume eine Resonanz erzeugt und harmonische Wellen durch den Körper senden kann. Deswegen sollten Sie sich ruhig ihren ganz eigenen Wohlfühl-Glücksbringern und Ritualen hingeben. Schließlich weiß niemand so gut wie Sie selbst, was Ihnen persönlich gut tut!

Von Tieren und Farben

Selbst Menschen, die mit Schamanismus so gar nichts am Hut haben, berichten häufiger von dem Phänomen, dass zu ganz bestimmtes Zeiten stets ein besonderes Tier in ihrem Leben erschien. Immer wieder, wenn im Leben etwas Bemerkenswertes passiert oder sich ankündigte, war dieser oder jener Vogel in der Nähe oder flog kurze Zeit vorher ein Schmetterling vorüber. Sie erklären dieses Tier dann zu ihrem persönlichen Glücks-Boten. Dabei war das Erscheinen dieses Tieres alles andere als ein Zufall.

Kennen Sie die Magie und Sprache der Krafttiere? Wenn ja, dann wissen Sie bereits, das hinter all den Erscheinungen eine tiefere Botschaft steckt und die Tiere auftauchen, weil es einfach in den Zusammenhang passt. Ebenso ergeht es Menschen mit einzelnen Zahlen oder Zahlenreihen. Und auch von Farbenschimmern, die sie immer dann sehen, wenn etwas Wichtiges geschieht, wird berichtet. Menschen, die in der Lage sind, diese Dinge mit Bewusstheit zu deuten und zu verstehen, können solche Symbole auch gezielt einsetzen und lernen, Ströme des Glücks zu steuern.

Aberglaube

Auch wenn dem Glaube ein „Aber“ vorangestellt ist, so ist er doch ein Glaube und der versetzt richtig geglaubt bekanntlich Berge. Im Bereich der Glücksbringer und Wunscherfüllung muss wohl gesagt werden, dass erlaubt ist, was hilft und einem anderen keinen Schaden beschert. Was Andere über den ein oder anderen Glücksbringer denken mögen und ob dieser offiziell anerkannt ist oder nicht, scheint bei der tatsächlichen Wirksamkeit auch nur dann eine Rolle zu spielen, wenn der Träger des Glückssymbols dem eine Bedeutung zukommen lässt. Wichtig ist daher vor allem der eigene Glaube an seinen kleinen Helfer.

Nicht zu unterschätzen sind in diesem Zusammenhang immer noch die Einflüsse der katholischen Kirche und Hexenjagden vergangener Jahrhunderte. Im kollektiven Unterbewusstsein der Menschen sind viele Strömungen erhalten geblieben. Und in vielen Menschen und allen voran Frauen bis heute unbemerkt weiter am Wirken. Eine gewisse Abneigung gegen gewisse Symbole oder ein doch ab und an aufkeimendes ungutes Gefühl beim Verwenden gewisser Wunscherfüllungs-Rituale heidnischer Herkunft kann darauf hinweisen. Auch wenn positive Zeremonien keine Wirkung zeigen oder negative Folgeerscheinungen mit sich bringen, können solche Verknüpfungen unbewusst am Wirken sein.

Interessant ist auch, dass die meisten Menschen heute sehr abweisend auf Pentagramme reagieren. Zum einen liegt das auch noch in den Nachwehen der Inquisition begründet, zum anderen ist dieses starke Schutzsymbol durch diverse Satanisten-Bewegungen des vergangenen Jahrhunderts so in Verruf geraten, dass viele Menschen spontan zurückschrecken. Und das auch ohne den Unterschied zur Kenntnis zu nehmen, ob das Pentagramm nun auf dem Kopf steht oder richtig herum gezeigt wird.

Eine besondere Botschaft

Abschließend noch ein Wort zum Phänomen Glückskeks. Das zeigt wohl am besten, wie einfach es mit den Glücksbringer und Wunscherfüllern funktionieren kann. Nicht wenige Menschen berichten, dass die kleinen Botschaften, die aus den Keksen kommen, immer irgendwie stimmen oder den Nerv treffen. Kritiker halten dagegen, dass hinter den Glückskeksen gar keine tiefere Tradition stecke. Denn sie waren eine Erfindung eines asiatischen Gastronomen der Neuzeit. Den Leuten war das aber nicht wirklich bewusst. Und der Mystik des asiatischen Raumes wird auch bei uns viel Bewunderung beigemessen, sodass man sich nur zu gern diesen vermeintlichen Weisheiten öffnet.

Ein anderer Grund für das Funktionieren der Glückskekse liegt darin, dass es letztlich egal ist, welchem Orakel wir folgen. Wenn wir nur in einer positiven und offenen Grundhaltung damit umgehen. Das ist genauso wie mit den Orakelkarten oder dem spontanen Aufschlagen einer Buchseite. In einer offenen Grundhaltung und mit dem Fokus auf Fortschritt und Zugewinn können wir nur zur richtigen Karte oder Seite gelangen, weil diese eben unserer Frequenz in diesem Augenblick entspricht. Was nun immer Ihnen also Glück beschert. Möge es weiter gut funktionieren, Sie zu neuen Ufern und der Erfüllung Ihrer Träume und Sehnsüchte tragen!

Dieser Artikel stammt aus dem AUSZEIT-Magazin, das noch viele weitere tolle Themen für Euch bereithält.

Weiterlesen: