Ob nun „keine Kraft mehr“ oder Burn-Out – Depression oder dumpfes Brüten – jeder von uns hat wahrscheinlich schon einmal einen Punkt im Leben erreicht, wo einfach nichts mehr ging. Vielleicht nur für einen Moment – vielleicht auch für länger. Doch kann man etwas dagegen tun – vielleicht es sogar künftig vermeiden. Unsere zehn Dinge, die du anpacken kannst.

1. Raus aus dem Trott

Das Allerwichtigste: Die normalen Abläufe unterbrechen. Nicht noch diese Aufgabe dazu schultern oder jenes Gespräch unbedingt annehmen müssen, sondern einmal etwas anderes, unverhofftes tun. Schau aus dem Fenster – lauf zweimal ums Gebäude (Finger weg vom Handy!) – atme dreimal tief durch. Tausende Möglichkeiten.

2. Vielleicht auch Fagott?

Gib der Seele Nahrung – durch Musik, Gerüche, schönen Klang – finde dein Mittel und wende wan, was die eigene Seele berührt. Und nutze das immer wieder, übe es. Statt dumpf TV zu schauen, spiele lieber ein Instrument. Oder höre Mozart. Streich mit den Fingern durchs Gras. Was auch immer es ist: Hauptsache, es berührt die Seele.

3. Kein Gedankenüberfluss

Wer schon mal völlig fertig war, weiß, dass die Gedanken trotz Übermüdung wie ein VW-Käfer-Motor weiterlaufen können. Im Kreis, in Spiralen, immer wieder um dasselbe Thema kreisend. Hier heißt es: Aussteigen! Durch Ablenkungen – Sport, Spaziergang (frische Luft und insbesondere Wald wirken wahre Wunder gegen zu viele Gedanken) – und vor allem Finger weg von gewissen elektronischen Gerätschaften.

4. Auf keinen Fall Überdruss

Leider kommt mit dem Fertigsein oft auch ein „von allem überdrüssig sein“. Dem kannst du vorbeugen, indem du bewusst schöne Dinge tust – dich mit etwas Schönem belohnt. Wie wäre es mit einem schönen Essen, ein Besuch im Theater, etwas, was die Sinne anspricht. Ist der Überdruss selbst dafür zu groß, hol dir Hilfe. Freunde sind immer irgendwo zu finden und auch ein sehr gutes Hilfsmittel, um aus dem Überdruss herauszukommen – ob nun mit Tränenfluss oder ohne.

5. Ein Ritual!

Leider ist der Tagesablauf oft fast wie in Stein gemeißelt. Die Kinder müssen zur Schule, man selbst ins Büro, einkaufen, Sachen erledigen, machen, machen, machen. Du solltest dich, wenn der Ablauf eben so durchgetaktet ist, ein Ritual der Ruhe zulegen. Zum Beispiel nach dem Nachhausekommen fünf Minuten nur für dich haben. Oder nach der Arbeit erst noch zehn Minuten spazieren gehen und dann erst nach Hause kommen. Das eigene Ritual hat eine starke Macht!

6. Keine Zwänge – keine Qual

Die meisten von uns sind immer sehr zuverlässig – auch mit allen Aufgaben. Etwas mehr italienische Lebensart im Ablauf ist da gar nicht schlecht. Der Bus kommt nicht pünktlich – na und? Die Kinder haben sich dreckig gemacht – und? Es gibt eine Waschmaschine. Der Sonntagskuchen fehlt? Es geht auch mal ohne. Dich nicht den Zwängen des Alltags blindlings unterwerfen – das ist ein gutes Hilfsmittel.

7. Sei dir des eigenen Werts bewusst

Wichtig und einfach – mit Menschen zusammen sein, die dich schätzen. Eine Hobby- oder Sportgruppe, ein regelmäßiges Treffen mit den Freundinnen, wo man mal frei vom Leder ziehen kann – auch das ist sehr schön und gibt neue Energie.

8. Verzweifle nicht am Alltagsfrust

Manches wird trotzdem nervig und schwierig sein – aber es hängt viel von deiner Betrachtungsweise UND der unmittelbaren Reaktion ab. Ist der Ärger groß – raus damit! Lieber einmal zu viel dem Unmut Luft gemacht als einmal zu oft unterdrückt.

9. Der Schlüssel ist in dir

Letztendlich haben wir alle viel mehr Macht und Stärke als wir ahnen. Der Schlüssel ist die Meisterung unserer Gedanken. Große Menschen haben ihre Gedanken unter Kontrolle. Das kannst auch du lernen – und auch damit kommt neue Kraft.

10. Und nicht mit Prosecco…

Alles was uns von Außen gegeben wird, um uns ruhig zu stellen wie Alkohol, Tabletten oder Nikotin ist nur eine Krücke. Das stärkste Hilfsmittel ist in dir selbst. Das ist der Weg zur Meisterschaft!

PS. Es gibt viele Dinge, die wichtig sind im Leben. Freunde sind zweifelsohne das Wichtigste. Wer weiterlesen möchte, findet hier etwas über das Thema Erinnerungen oder über neue Wege, die unser Leben prägen (können). Mehr dazu natürlich auch in unserer AUSZEIT.

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