Der Herbst ist zwar noch in vollem Gange und malt derzeit die farbenfrohsten Bilder für uns, doch sein Nachfolger bringt sich mit den sinkenden Temperaturen bereits in Stellung: der Winter. Und auch wenn die kalte Jahreszeit mit ihren frostigen und vor allem kurzen Tagen nicht jedermanns Geschmack ist, gibt es doch einige Dinge, auf die wir uns schon jetzt richtig freuen können:

Einen Schneemann bauen

In der Kindheit war es fast schon ein Ritual: Sobald der erste Schnee fiel und auch liegenblieb, zog es uns hinaus, um den ersten Schneemann des Jahres zu bauen – ganz gleich, wie klein oder groß er ausgefallen ist. Auch als Erwachsener ist es jedes Mal aufs Neue ein erhabenes Gefühl, den kalten Schnee mit den eigenen Händen zu Kugeln zu formen, sie aufeinander zu setzen und mit Stöcken, Steinen, Schal und Möhre zu verzieren. Denn es ist ein vertrautes Gefühl von früher, macht einfach Spaß und schürt die Vorfreude auf all die Schnee-Kunstwerke, die im Laufe des Winters noch kommen werden.

Vorm Kamin sitzen

Es gibt wohl kaum ein schöneres Gefühl, als an einem kalten Wintertag nach Hause in die warme Stube zu kommen, wo bereits ein Feuer im Kamin prasselt. Die Kälte weicht beinahe augenblicklich aus den Gliedern und macht einem tiefen Wohlgefühl Platz, das bis tief ins Innere vordringt. Das leise Knacken der Holzscheite und das Züngeln der Flammen tragen ihr Übriges dazu bei, um für Entspannung zu sorgen.

Lebkuchen und Spekulatius

Es gibt sie zwar schon seit August zu kaufen, doch wirklich schmecken tun sie erst dann, wenn es draußen kalt wird: Spekulatius und Lebkuchen, jenes würzige Gebäck, das vor allem in der Vorweihnachtszeit auf keinem Teller fehlen darf. Und sind wir mal ehrlich: Sie tragen auch ein entscheidendes Stück dazu bei, in festliche Stimmung zu kommen.

Einen Schal stricken

Im Winter hat nicht nur Gebäck Hochkonjunktur, sondern auch die Kreativität. Was läge da näher, als sich für den nächsten Winterspaziergang selbst einen kuscheligen Schal oder auch Handschuhe zu stricken, die dann für wohlige Wärme sorgen? Das eigene Outfit bekommt so zudem mehr Individualität, immerhin kommt der neue Schal nicht von der Stange, sondern ist ein Einzelstück.

Den Weihnachtsbaum schmücken

Es ist in vielen Familien ein festes Ritual, dass Jahr um Jahr gepflegt wird: das Schmücken des Weihnachtsbaumes. Die Art des Schmucks ist dabei vollkommen egal, es geht vielmehr um das Zusammensein mit seinen Liebsten, gemeinsam der Tradition zu folgen und sich so auf das Fest einzustimmen.

Glühwein trinken

Mit dem Glühwein ist es ähnlich wie mit den Lebkuchen, auch er schmeckt erst dann wirklich gut, wenn es draußen richtig kalt ist und man sich genüsslich an dem heißen Getränk wärmen kann. Dabei wird Glühwein vor allem auf dem Weihnachtsmarkt ausgeschenkt, wo es neben dem belebenden Trunk auch kandierte Früchte und muntere Gespräche mit Freunden, Familie oder Kollegen gibt.

Schlitten fahren

Ist die Schneedecke erst einmal ausreichend dick, ist die Zeit des Schlittens gekommen. Ganz egal ob groß oder klein: Wenn man den Hügel erklommen hat, sich auf das hölzerne Gefährt setzt und dann ins Tal rodelt, schlägt das Herz in jedem Alter vor Freude schneller.

Eisblumen am Fenster

Es ist jedes Jahr aufs Neue ein Schauspiel: Wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen und aus Regentropfen luftige Schneeflocken werden, entstehen an vielen Fenstern herrlich filigrane Eisblumen, die uns selbst fernab der Kindheit in Staunen versetzen. Denn diese zarten Muster beweisen nur einmal mehr, zu welchen Kunstwerken die Natur imstande ist.

Plätzchen backen

Egal ob Vanillegipfel, Kokosmakronen, Zimtsterne oder auch Schwarz-Weiß-Gebäck – zur kalten Jahreszeit gehören selbstgemachte Plätzchen dazu. Die Rezepte dafür stammen dabei oftmals noch aus Großmutters Zeiten und werden so Jahr um Jahr an die nächsten Generationen weitergegeben.

Kerzen

Kerzen spenden zwar nicht unbedingt Wärme, doch davon abgesehen ist ihre Wirkung mit der des Kamins vergleichbar: Ihr goldener Schein schafft eine heimelige Atmosphäre und taucht den Raum in einen warmen Schein, in dem die Seele zur Ruhe kommen kann.

Kuschelsocken

Nicht nur Kopf, Hals und Hände möchten im Winter dick eingepackt werden, sondern auch die Füße. Daher sind vor allem Frauen in der kalten Jahreszeit kaum ohne flauschige Kuschelsocken anzutreffen, die nicht nur die Füße wärmen, sondern auch ein wenig das Gefühl vermitteln, als würde man auf kleinen Wolken laufen.

 

Der Winter hat zweifellos seine Schwächen: Die Tagen sind deutlich kürzer, es ist oftmals schon auf dem Heimweg dunkel und die Kälte lädt auch nicht unbedingt dazu ein, den Abend fernab des Weihnachtsmarktes einfach mit Freunden draußen zu verbringen, so wie man es im Sommer machen würde. Doch der Winter hat auch seine schönen Seiten, auf die wir uns schon jetzt freuen können.

Daher nun auch die Frage an euch: Worauf freut ihr euch denn besonders in der kalten Jahreszeit?

Über den Autor

Als Redakteurin in einem Technik-Verlag bin ich jeden Tag von den neuesten Elektronik-Spielzeugen umgeben. Um so wichtiger ist es daher für mich, auch mal abzuschalten, runter zu kommen und sich auf die Zeiten zu besinnen, als Fernseher, Facebook und Co. noch nicht den Alltag bestimmten. Dazu gehört für mich neben einem guten Buch auch der Wunsch, mich selbst zu entfalten, kreativ zu werden und mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen. Denn es gibt viele Dinge, die wir zwar fertig im Laden kaufen können, die sich aber auch ganz leicht selbst herstellen lassen, ganz individuell und mit viel Spaß – und die einen der Natur wieder ein Stück näher bringen.

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