Schlafen will gelernt sein. Schlechte Gewohnheiten können die Schlafqualität massiv schmälern und auf Dauer eine Gefahr für die Gesundheit werden. Doch nicht immer sind ungünstige Routinen schuld an Schlafmangel beziehungsweise Schlafstörungen. Auch Matratze, Kissen und Co. nehmen großen Einfluss. Wichtige Faktoren, um das Bett an den persönlichen Bedarf anzupassen und himmlisch zu nächtigen – in diesem Beitrag zum Nachlesen.

1.    Die Basis: Bettkasten und Lattenrost

Der Kauf von Bett und Lattenrost muss keine Wissenschaft sein. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Schlafsituation. Für ein wohltuendes Schlafklima ist es beispielsweise vorteilhaft, wenn zwischen Lattenrost und Fußboden ausreichend Freiraum herrscht. Ist das Bettgestell unten offen, zirkuliert die Luft besser und die Matratzen werden gut belüftet. Das funktioniert allerdings nur mit einem Lattenrost, weil durch die Zwischenräume zwischen den Leisten Luft an die Schlafunterlage gelangen kann. Für die Belüftung ist es deshalb außerdem empfehlenswert, den Platz unterhalb des Lattenrostes nicht als Stauraum zu nutzen.

Gut zu wissen: Ein Lattenrost muss kein Hightech-Produkt mit zahlreichen Zonen und sonstigen Extras sein. Derartige Produkte sind unnötig teuer. Viel wichtiger ist die Investition in eine bedarfsgerechte Matratze von hoher Qualität.

2.    Das Zentrum guten Schlafs: Die Matratze

Das Angebot an Matratzen ist riesig und hält für jeden etwas Passendes bereit. Die Werbung suggeriert jedoch oft, dass hochwertige Produkte kompliziert aufgebaut und generell teuer sind. Doch so ist es nicht. Gute Modelle müssen kein Vermögen kosten. Entscheidend ist, sich mit wesentlichen Faktoren für einen erholsamen Schlaf zu beschäftigen und nach Bedarf zu kaufen.

  • Menschen, die beispielsweise ständig frieren, vorwiegend auf der Seite schlafen und allergisch auf Naturfasern reagieren, benötigen eine andere Schlafunterlage als Rückenschläfer, die schnell schwitzen.
  • Während beispielsweise Taschenfederkernmatratzen gut für alle sind, die zum Schwitzen neigen und Kaltschaummatratzen für Frostbeulen von Vorteil sind, erfordert die Seitenlage, dass Schultern und Becken einsinken können. Ansonsten wird die Wirbelsäule horizontal nicht gerade gelagert, was zu Rückenproblemen führen kann. 

Wie vielfältig die Auswahl an Materialien und Kernsystemen ist, verdeutlicht unter anderem ein Blick auf das Sortiment der AM Qualitätsmatratzen. Der Betrieb aus Köln entwickelt Schlafsysteme von Federkern bis Gelschaum. 

Wichtige Matratzen-Eigenschaften:

  • Material
  • Punktelastizität
  • Härtegrad
  • Schlafklima

3.    Das Kissen nicht vergessen!

Die beste Matratze nützt relativ wenig, wenn das Kissen nicht zu den Schlafgewohnheiten passt. Liegt der Kopf zum Beispiel zu hoch, wird die Wirbelsäule gekrümmt. Das kann zu Verspannungen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen führen. Die negativen Auswirkungen auf die Halswirbelsäule sind nicht zu unterschätzen. Nackenstützkissen in der richtigen Höhe beugen vor und verhindern gleichzeitig, dass die Schultern auf dem Kissen liegen. Für eine gesunde Körperhaltung sollte nur der Kopf auf dem Kopfkissen abgelegt werden. Die Schultern bleiben auf der Matratze. 

Leider sind nicht alle Nackenkissen empfehlenswert. Zuletzt hat die Stiftung Warentest 2017 insgesamt 20 Produkte getestet – nur drei wurden für alle Schlaftypen als geeignet aufgeführt. Probeliegen hilft auch hier, um eine bedarfsgerechte Schlaflösung zu finden. 

4.    Bettdecke: Wie wir uns betten …

Die Bettdecke rundet das Schlafsystem ab und muss ebenso zu den persönlichen Ansprüchen passen. Ist sie zu schwer, zu warm oder zu klein, leidet der Schlafkomfort. Die Standardmaße sind 135 x 200 Zentimeter beziehungsweise 140 x 200 Zentimeter. Große Menschen greifen besser zur Variante mit Überlänge von 220 Zentimeter. Rund 20 bis 30 Zentimeter mehr Länge als Körpergroße sollten es sein. Bei einem kräftigen Körperbau ist eine Bettdecke mit 155 Zentimeter Breite eine gute Wahl.

Hinsichtlich der Füllung kann der Öko-Test Produkttest mit elf Bettdecken die Kaufentscheidung erleichtern. Die Tester haben sowohl Produkte mit biologisch abbaubaren Füllungen unter die Lupe genommen als auch Alternativen aus Kunstfasern.

5.    Bettwäsche für den Kuschelfaktor

Das I-Tüpfelchen für eine wohltuende Nachtruhe ist die Bettwäsche. Stimmt das Material mit den Ansprüchen überein, fällt das Wohlfühlen kinderleicht. Die gängigsten Materialien sind Polyester, Baumwolle und Leinen:

  • Während Baumwolle und Leinen natürliche Fasern sind, ist Polyester eine synthetische Faser.
  • Baumwolle ist sehr saugstark, robust und pflegeleicht, trocknet aber langsamer. Das Spektrum reicht von Linon-Gewebe bis Satin.
  • Leinen zeichnet sich durch eine hohe Atmungsaktivität aus, trocknet schneller und wirkt temperaturausgleichend, knittert jedoch stark. 
  • Polyester trocknet besonders schnell, ist formstabil und pflegeleicht. Allerdings weniger atmungsaktiv und saugfähig. Mischungen mit Baumwolle sind häufig zu finden, um die positiven Eigenschaften zu verbinden.

Wer es kuschelig mag, ist mit Seersucker-Bettwäsche gut beraten. Die strukturierte Oberfläche, fühlt sich komfortabel an und fördert ein angenehmes Schlafklima. Kennzeichnend für Seersucker ist das optisch erkennbare Krepp-Gewebe. Für den Winter ist Biber-Bettwäsche eine Wohltat. Die angeraute Oberfläche hält schön warm.

Weniger wärmend und dennoch hautschmeichelnd, ist klassisches Jersey. Für Sommernächte ist Linon-Bettwäsche ebenso ratsam wie im Winter für diejenigen, die auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Zum Schwitzen neigende Personen fühlen sich wiederum in kühlendem Perkal wohl. Ein seidenartiges Gefühl auf der Haut vermittelt Satin-Bettwäsche. Ein edler Glanz ist hier inklusive.

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