Als kulinarischer Gaumenschmaus dürfte Ingwer vielen bekannt sein – als unverzichtbarer Bestandteil der asiatischen Küche, kandiert vom Jahrmarkt oder als Ginger Ale. Aber wussten Sie schon, dass Ingwer noch viel mehr kann?

Der Gesundheit zuliebe

Was dem Ingwer seinen charakteristischen Geschmack und sein unvergleichliches Aroma verleiht, kann auch bei zahlreichen körperlichen Beschwerden und Krankheitssymptomen hilfreich sein. Ingwer-Rhizome enthalten nämlich Oleoresin, einen zähflüssigen Balsam, der zu zwei Dritteln aus ätherischen Ölen und den Scharfstoffen Gingerol und Shogaol besteht – und deren Wirkungsvielfalt hat es wirklich in sich! Sie regen die Durchblutung an und sind schweißtreibend, womit sie einen wichtigen Beitrag zur Erkältungsvorbeugung leisten. Ingwer hilft aber auch bei Verdauungsproblemen und den typischen Symptomen der Reisekrankheit, also Schwindel, Erschöpfung, Übelkeit und Kopfschmerzen.

Überhaupt ist Ingwer ein hervorragendes natürliches Schmerzmittel, mit dem sich Migräne ebenso wirksam bekämpfen lässt wie rheumatische Beschwerden. Erklären lässt sich dies dadurch, dass Gingerol in seiner chemischen Struktur Acetylsalicylsäure erstaunlich ähnlich ist. Die Zubereitung eines Tees aus frischem Ingwer ist ein Weg, Genuss und gesundheitliche Vorzüge in Einklang zu bringen. Dafür schneidet man ein daumengroßes Stück Ingwerwurzel in dünne Scheiben, übergießt diese mit kochendem Wasser und lässt das Ganze gut zehn Minuten ziehen. Danach noch mit ein wenig Honig süßen – und fertig.

Für Körper und Geist

Dass Ingwer ein ganz hervorragendes Schmerzmittel ist, weiß man in Indien bereits seit tausenden von Jahren. Als Heilpflanze spielt er in der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda, eine wichtige Rolle und wird auch beim Pinda Sveda eingesetzt. Pinda Sveda ist eine Massageanwendung mit Ayurveda Bolis (Kräuterstempeln), die erwärmt und dann streichend über die schmerzenden Stellen geführt werden. Die Hitze regt Kreislauf, Durchblutung und Entgiftung an.

Ingwer eignet sich aber nicht nur zur therapeutischen Massage, denn die anregende Wirkung des Ingwers kann auch eine sinnliche Massage zu einem besonderen Erlebnis machen. Das Ingweröl hat neben all seinen positiven Effekten auf unsere Gesundheit auch die Eigenschaft, euphorisierend zu wirken und dabei zu helfen, innere Blockaden zu überwinden. Die Energien können frei fließen, entspannen den Körper und setzen ungeahnte Kräfte frei.

Wer sein eigenes Ingwermassageöl herstellen möchte, um die Partnerin oder den Partner zu überraschen, der mische einfach 20 Tropfen ätherisches Ingweröl und 10 Tropfen Salbeiöl mit 100 Milliliter Aprikosenkernöl – ganz nebenbei ist diese Mischung auch noch ein hervorragendes Mittel gegen Muskelkater.

Aphrodites Geheimnis

Die durchblutungsfördernden und wärmenden Eigenschaften des Ingwers sind besonders bei einer sich ankündigenden Erkältungserkrankung hilfreich und können helfen manchen Griff in die Hausapotheke zu vermeiden. Die Förderung der Durchblutung und die Wärme sind aber natürlich nicht auf den kratzenden Hals beschränkt, sondern wirken sich auf den ganzen Körper aus – deshalb galt Ingwer schon im alten China als Aphrodisiakum, denn eine stärkere Durchblutung in der Lendengegend steigert die sexuelle Empfindsamkeit und damit die Lust.

Natürlich kann Ingwer zur Luststeigerung im Essen oder als Teegetränk eingenommen werden, sein ganzes Potenzial wird aber nur durch die direkte Anwendung an den Geschlechtsorganen ausgeschöpft, die vorsichtig mit einer von der Schale befreiten Ingwerwurzel eingerieben werden – die Durchblutung wird an den behandelten Stellen beinahe umgehend verbessert und das Lusterlebnis ins uferlose gesteigert.

Übrigens: Ingwer soll auf Männer und Frauen unterschiedlich wirken. Während bei Männern die Zärtlichkeit, die Empfindsamkeit und das Einfühlungsvermögen gesteigert werden, nimmt bei Frauen das sexuelle Verlangen zu, was dazu führt, dass sie fordernder, wilder und hemmungsloser werden. Probieren Sie es aus!

Liebestrank zum Selberbrauen

Hippokrates gilt als der Vater der Medizin und soll die ärztliche Ethik begründet haben, weshalb viele Jahrhunderte Ärzte auf seinen Namen einen Eid ablegten. Mit dem menschlichen Körper setzte sich der berühmte Grieche aber auch in anderen Belangen auseinander, wie das Rezept eines Liebestranks beweist, das der Überlieferung nach vom Meister selbst stammen soll.

Zutaten: Hippokrates

  • 1 g Ingwerwurzel
  • 1 TL gemahlenen Zimt
  • 1 g gemahlenen Muskat
  • 1 g gemahlene Nelken
  • 20 Tropfen Pomeranenzöl
  • 20 ml hochprozentigen Alkohol
  • 100 ml Ahornsirup
  • 1 l kräftiger Rotwein

Zubereitung

Alle Zutaten miteinander vermischen und einige Tage durchziehen lassen – ob man davon dann ein wenig in das Getränk seines/r Angebeteten tröpfelt, damit sich diese/r unsterblich in einen verliebt oder es lieber selbst schlürft, um sich in die richtige Stimmung zu versetzen, bleibt jedem selbst überlassen.

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