… die wir uns alle wünschen. Für die Liebe, die wir alle suchen, manchmal zu verlieren glauben und die uns doch in jeder Sekunde und mit jedem Atemzug umgibt.

Üblicherweise gelten unsere Liebesschwüre unserem Partner, dem Lieblings-Ferienort oder gar unserem Hobby. Weshalb nicht Liebesworte an die Liebe selbst? Des Themas wegen mögt ihr mir für einmal die philosophisch-pathetischen Worte nachsehen 😉

In einer Zeit, in der wir mit Terrormeldungen überhäuft werden, in der die Welt zu zerfallen droht und uns innere und äussere Stürme schütteln, ist es nur eines, das uns weitermachen lässt: Liebe. Wir alle streben unser ganzes Leben auf die eine oder andere Art danach und wollen geliebt werden.

Bereits als Kinder erkennen wir die Muster der Liebe. Wir lernen schnell, was zu tun ist, um uns ihrer von unserer Eltern zu versichern. Und gerade in unserer Kindheit entstehen auch die Ängste, Zweifel und Unsicherheiten in Bezug auf Liebe. Vielleicht haben wir Eltern, die zu überfordert und gestresst sind, um uns die Zuneigung zu schenken, die wir bräuchten. Oder wir erfahren eine deutliche Ablehnung unserer Person, sei es in der Schule oder mit Spielkameraden. Vielleicht fehlen uns auch Vorbilder, die uns zeigen, dass uns Liebe nur erreichen kann, wenn wir auch bereit sind, sie anzunehmen.

Liebe umgibt uns

Im Laufe unseres Lebens bauen wir bewusst oder unbewusst Mauern um unser Herz. Wir versuchen, uns vor Verletzungen zu schützen und ziehen uns von der Liebe zurück, die uns bitter enttäuscht hat. Aus dieser Enttäuschung heraus entsteht ein verfälschtes Bild der Liebe oder besser gesagt die Erwartung, dass irgendwer oder irgendwas im Aussen diese Enttäuschung wieder gut machen muss. Wir vergessen, dass Liebe nichts ist, worum wir kämpfen müssen, nichts, das wir zu suchen hätten oder uns bewiesen werden muss. Denn sie umgibt uns in jedem Moment – auch wenn wir sie oft nicht wahrnehmen.

Um Zuneigung im Aussen zu erfahren und anzunehmen, glaube ich, bedarf es einer inneren Heilung. Wir müssen unsere Wunden annehmen und den Punkt erkennen, an dem wir beschlossen haben, uns zu verschließen. Denn es sind die Menschen und Situationen, die uns verletzt haben, nicht Liebe selbst. Wenn wir dies verzeihen und loslassen können, sind wir auch wieder fähig, unser Herz zu öffnen.

Ein Geschenk

In meinen Augen gibt es nichts Reineres als Liebe. Sie ist in jedem Atemzug, in jedem Molekül, zeigt sich in einer Blume, einer sich in der Sonne räkelnden Katze oder in einem Sommergewitter. Was ich damit sagen will: Sie ist etwas Universelles, die Kraft, die alles zusammenhält, ob wir sie wahrnehmen oder nicht. Und wenn wir bereit sind, uns für sie zu öffnen, sie anzunehmen, sind wir auch in der Lage, sie zu erkennen. Sie hilft uns, die dunklen Tage zu überstehen, die Hoffnung nicht zu verlieren und zu erkennen, dass wir sie nicht verdienen oder erkämpfen müssen, sondern dass sie immer unser Geschenk ist.

Wie bereits Khalil Gibran in „Der Prophet“ schrieb:

„Die Liebe besitzt nicht, noch will sie Besitz sein. Denn der Liebe ist die Liebe genug.“

In Liebe

Nadine

 

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