Deine Ehe läuft irgendwie nicht mehr so richtig rund? Die Liebe ist manchmal gar nicht mehr so spürbar und die Leidenschaft, naja, war auch mal größer? Immer mehr schleicht sich der unschöne Gedanken ein, dass sich deine Ehe dem Ende neigt und du fragst dich immer öfters: „Will ich das eigentlich noch?“

Im Folgenden habe ich ein paar Anregungen für dich, die dir helfen, einfach mal andere Fragen zu stellen; dir selbst und deinem Partner.

 

Ehe – Anregung 1:

Was möchtest du eigentlich nicht mehr?

Möchtest du wirklich diesen Partner nicht mehr? Oder gibt es ganz konkrete Dinge, die dir nicht (mehr) gut tun? Dir darüber bewusst zu werden, kann deine Ehe wohl möglich retten.

Manchmal sehen wir nur das große Ganze. Wir sehen und fühlen, dass die Ehe nicht mehr rund läuft und wir neigen dann dazu, dies ganz allgemein dem Partner zuzuschreiben. „Er passt halt nicht mehr.“

Doch wir dürfen dann unseren Blick auch mal senken und uns verschiedene Details anschauen, denn der Teufel steckt ja so manches Mal im Detail. Vielleicht ist es eine ganz bestimmte Verhaltensweise, die du nicht (mehr) ertragen kannst. Vielleicht ist es die Art, wie dein Partner die Welt sieht oder die Art und Weise, wie dein Partner sich immer wieder beschwert. Vielleicht ist es die Unaufmerksamkeit deines Partners dir gegenüber. Vielleicht fühlst du dich nicht gesehen oder verstanden. Oder, vielleicht, fehlt eurer Ehe die Leichtigkeit, was dich mehr und mehr belastet.

Wie heißt es so schön? „Die Luft ist raus.“ Ich bin jedoch davon überzeugt, dass es einen guten Grund gibt, warum die ehemals frische Luft immer mehr entweicht. Wir dürfen hin schauen. Ehrlich und radikal. Denn nur darin liegt die Chance, das Ruder rumzureissen und sich neu zu entdecken.

Also, mein Tipp für dich: Trau dich, mal GANZ GENAU hinzuschauen, was GENAU eigentlich dafür sorgt, dass die Liebe zu schwinden scheint. Ist es wirklich der Partner an sich? Oder sind es ganz bestimmte Details?

Wenn du diese Details sauber heraus gearbeitet hast, dann kannst du ganz konkret mit deinem Partner diese Punkte anpacken; gemeinsam. Das verbindet und gibt der Ehe einen frischen Schub. Vorausgesetzt natürlich, der Partner zieht mit an einem Strang und möchte ebenfalls das Feuer der Liebe neu entfachen.

 

Ehe – Anregung 2:

So manches Mal scheint sich die Liebe zu verflüchtigen, OBWOHL der Partner ein ganz wundervoller Mensch ist. Besonders Frauen kennen dieses Phänomen. Sie haben einen tollen, liebenswürdigen Partner, der das Herz am rechten Fleck hat und trotzdem nimmt die Liebe ab. Nicht selten gesellen sich dann Schuldgefühle hinzu. „Wie undankbar bin ich eigentlich? Ich habe so einen tollen Mann und meine Liebe für ihn wird weniger.“ Falls es dir gerade so geht, dann kannst du die Schuldgefühle getrost gehen lassen, denn es ist oftmals gar nicht der Partner an sich, den wir nicht mehr lieben, sondern die Art und Weise, wie er sich um sein Leben kümmert.

Ganz wichtig: Jeder Partner sollte ein eigenes Leben haben und dafür sorgen, dass es ihm gut geht. Wenn du einen Partner hast, der eigentlich ein ganz Toller ist und du dennoch spürst, dass „plötzlich“ etwas fehlt, dann schau mal genau hin.

  • Hat er Hobbys?
  • Hat er Freude im Leben?
  • Genießt er seine Freizeit?
  • Hat er Freunde?
  • Gibt es etwas, für das er brennt?

Ich finde, das sind ganz, ganz wichtige Fragen. Denn wenn du auf diese Fragen mit NEIN antwortest, dann wundert es mich nicht, dass der Ehe die Luft entweicht. Denn, wenn jemand keine Freunde oder Hobbys hat, wenn jemand sich nicht für Dinge begeistern kann und niemals ein leidenschaftliches Funkeln in den Augen des Partners  zu sehen ist, dann ist dieser Mensch sicher nicht glücklich. Und ständiges Unglücklichsein zieht einfach nur runter.

Wenn du also feststellst, dass genau das deinen Partner betrifft, dann sprich mit ihm darüber. Manchmal ist es sogar so, dass der Partner gewisse Dinge   >> aufgegeben << hat, weil er dachte, das würde die Ehe auf Dauer belasten. Ganz oft stecken auch Verlustängste dahinter. „Ich pflege meinen Freundeskreis nicht und gehe wenig raus, damit mein Partner auch wenig raus geht.“

Sprecht miteinander. Räumt mit euren Ängsten auf. Öffnet euch einander. Öffnet eure Herzen. Das kann wie heilender Balsam für eure Ehe sein.

 

Ehe – Anregung 3:

Wie geht es DIR überhaupt?

Die Fragen, die du dir bzgl. deines Partner gestellt hast (s. Anregung 2), kannst und solltest du auch dir stellen.

  • Habe ich Hobbys, die ich liebe?
  • Gibt es eigentlich etwas, für das ich brenne?
  • Kann ich eigentlich meine Freizeit genießen?
  • Und habe ich Spaß und Freude in meinem Leben?
  • Bin ICH eigentlich glücklich?

Wenn nein, dann kann es passieren, dass du dein Unglücklichsein auf deinen Partner überträgst; dass du also unterbewusst glaubst, dass es deine Ehe ist, die dich unglücklich macht. Dabei ist es dein eigenes Leben, das dich langweilt.

Auch hier lohnt es sich, mal ehrlich hinzuschauen.

  • Tust du täglich Dinge, die dich erfreuen?
  • Gehst du deinen Hobbys nach und bist du mit Feuereifer an deinen  >>Projekten<< zugange?
  • Spürst du in dir selbst eine Lebensfreude, die dich mit Leichtigkeit füllt?

Nein? Dann weißt du, wo du anpacken kannst. Bei dir. In deinem Leben. Und du wirst sehen, dass sich dein GLÜCKLICHSEIN auch positiv auf deine Ehe auswirkt.

 

Es gib noch ganz viele Dinge, wo man hinschauen kann, wenn die Ehe nicht mehr rund läuft.
Ich denke, für heute sind diese 3 Anregungen erstmal ausreichend, um bestimmte Dinge schon mal zu erkennen oder auszuschließen, die für die Ehekrise verantwortlich sein können.

Es muss nicht immer gleich die Trennung sein. Manchmal ist es zwar eben einfach so, dass eine Trennung ein wahrer Befreiungsschlag sein kann. Aber manchmal darf man auch einfach etwas verändern, um das Feuer neu zu entfachen.

Wenn du Fragen hast, schreibe mir gerne in die Kommentare.

Deine Sabine

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